Der perfekte Abstrahlwinkel für eine effektive Beleuchtung zuhause
Abstrahlwinkel eines Lichtkegels und die richtige Anwendung
Die richtige Beleuchtung kann Räume nicht nur funktional ausleuchten, sondern auch für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Ein entscheidender Faktor dabei ist der Abstrahlwinkel – doch was bedeutet dieser eigentlich? In diesem Beitrag erklären wir dir, worauf du achten solltest und welcher Winkel sich für welche Anwendung eignet.
Was bedeutet Abstrahlwinkel?
Der Abstrahlwinkel beschreibt, in welchem Bereich das Licht einer Leuchte ausgestrahlt wird. Er wird in Grad angegeben und bestimmt, ob das Licht breit gestreut oder gebündelt erscheint. Ein kleiner Abstrahlwinkel sorgt für einen gezielten Lichtkegel, während ein großer Winkel eine großflächige Ausleuchtung ermöglicht.
Typische Abstrahlwinkel:
- 10–30°: Spotbeleuchtung für Akzente
- 40–60°: Mittlere Raumausleuchtung
- über 60°: Weitflächige Beleuchtung
So berechnest du den Abstrahlwinkel – ganz einfach erklärt
Der Abstrahlwinkel gibt an, wie weit das Licht von einer Quelle in einem bestimmten Bereich verteilt wird. Um zu berechnen, wie groß der beleuchtete Bereich in einer bestimmten Entfernung ist, kannst du die folgende Formel verwenden. Einfach gedacht:
- Je größer der Abstand, desto breiter der Lichtfleck.
- Je größer der Abstrahlwinkel, desto breiter verteilt sich das Licht. Je kleiner der Winkel, desto fokussierter und heller.
Formel zur Berechnung des Lichtkegels
Durchmesser des Lichtkegels = Abstand × 2 × tan(Abstrahlwinkel ÷ 2)
Beispielrechnung
Angenommen, du hast eine LED-Leuchte mit einem 60° Abstrahlwinkel in 2 m Höhe, die leuchtet etwa 2,3 m breit aus.
Bei 2,40 m Montagehöhe Abstrahlwinkel eines Lichtkegelshat ein 30° Abstrahlwinkel einen Lichtkegel-Durchmesser von ca. 1,30 m, ein 90° Abstrahlwinkel erhellt einen Durchmesser von ca. 4,80 m.
Je nach Einsatzzweck kann ein unterschiedlicher Abstrahlwinkel den gewünschten Effekt erzeugen. Das erkennst du an den folgenden Merkmalen.

Schmaler Abstrahlwinkel: Licht punktgenau einsetzen
Ein enger Abstrahlwinkel (ca. 10–30°) eignet sich perfekt für Akzentbeleuchtung. Damit setzt du Bilder, Regale oder einzelne Möbel gezielt in Szene. Auch als Spot über der Werkbank oder für gezielte Arbeitsbereiche ist dieser Winkel ideal – viel Licht genau dort, wo du es brauchst.
- Konzentriertes Licht für Highlights
- Perfekt für Bilder, Skulpturen oder Arbeitsflächen
Mittlerer Abstrahlwinkel: Der Allrounder für Wohnräume
Mit 30–60° Abstrahlwinkel bekommst du einen guten Mix aus Fokus und Fläche. Diese Leuchten sind ideal für Küchen, Flure oder das Homeoffice. Sie sorgen für ausreichend Helligkeit, ohne zu blenden, und lassen sich gut als Decken- oder Pendelleuchten einsetzen.
- Gleichmäßige Beleuchtung ohne harte Schatten
- Ideal für Wohnräume, Essbereiche oder Büros
Zonen- und Akzentbeleuchtung
Großer Abstrahlwinkel: Gleichmäßiges Licht für ganze Räume
Ein weiter Abstrahlwinkel ab 90° verteilt das Licht breit und gleichmäßig. Perfekt für Wohn- und Schlafzimmer oder als Grundbeleuchtung in Werkstatt, Keller und Garage. Hier geht es weniger um Akzente, sondern um Orientierung und angenehme Helligkeit ohne harte Schatten.
- Breite Streuung für eine angenehme Grundbeleuchtung
- Perfekt für Allgemeinbeleuchtung in großen Räumen
Für große Räume
Welcher LED Abstrahlwinkel soll ich in diesem Bereich anwenden?
Zu enger Winkel im ganzen Raum führt zu dunklen Ecken, zu weiter Winkel am Arbeitsplatz zu Blendung und Schatten. Plane den LED Abstrahlwinkel immer passend zur Nutzung des Bereichs – nicht jede Leuchte passt überall.
- Wohnzimmer: 60° für Grundbeleuchtung + 30° für Akzentbeleuchtung
- Essbereich: 40–50° für eine gemütliche Atmosphäre
- Arbeitsplatz: 30–40° für gezielte Ausleuchtung ohne Blendeffekte
- Bad: 60° für flächige Beleuchtung, 30° für Spiegelbeleuchtung
- Dekobeleuchtung: 15–25° für punktuelle Highlights
LED Abstrahlwinkel richtig kombinieren – so machen’s Profis
Der beste Trick für Heimwerker: Licht nicht nur aus einer Quelle. Kombiniere breite Grundbeleuchtung mit gezielten Spots. So hast du überall genug Licht und kannst einzelne Bereiche bewusst hervorheben – funktional und optisch stark.
Damit die Beleuchtung nicht zu grell oder ungleichmäßig wirkt, solltest du:
- Eine Mischung aus Grundbeleuchtung, Akzentbeleuchtung und Arbeitslicht wählen
- Die Raumgröße und Möbelanordnung berücksichtigen
- Verschiedene Lichtfarben für die gewünschte Stimmung kombinieren
Dimmbare Leuchten mit einstellbarem LED Abstrahlwinkel sorgen für maximale Flexibilität.
Der richtige Abstrahlwinkel macht den Unterschied
Mit der richtigen Planung und den passenden Produkten kannst du dein Zuhause optimal beleuchten und für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Ob Werkbank, Küche oder Wohnzimmer – der passende Abstrahlwinkel sorgt für bessere Sicht, mehr Komfort und ein stimmiges Raumgefühl. Wer ihn bewusst auswählt und kombiniert, holt das Maximum aus seiner Beleuchtung heraus.
Und jetzt bist du dran: Wo hast du zuhause noch Licht, das eher blendet als hilft – und welchen Abstrahlwinkel würdest du dort als Nächstes ausprobieren?
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