Wände streichen
Projektideen / 11.11.2020

Wände streichen

wie ein Profi

Es gibt viele verschiedene Gründe eine Wand neu streichen zu wollen, mit unseren Tipps gelingt das Wände streichen aber auf alle Fälle! Hier erfährst du nicht nur alles rund ums Ausmalen, Streichen, Ausbessern, Abkleben und Co sondern auch wie verschiedene Farben in den Räumen wirken. Es steht dir also nichts mehr im Wege, um deinen Wänden den letzten Schliff zu geben!

Farbwirkung

Bevor du dich gleich ran an den Pinsel machst, solltest du dir noch einmal etwas durch den Kopf gehen lassen. Was möchtest du mit deiner neuen Wandfarbe genau erreichen? Soll der Raum größer wirken? Kleiner? Kühler? Wärmer? All das kannst du erreichen – auf die richtigen Farben kommt es an! In der Tabelle verraten wir dir, wie die verschiedenen Farben deinen Raum wirken lassen.

FarbgebungWirkung
Intensive, warme FarbenVerkleinern Räume und bieten eine gemütliche Atmosphäre.
Helle, kühle PastelltöneVergrößern Räume und machen sie luftiger.
Dunkle DeckenfarbeHohe Räume wirken dadurch niedriger.
Helle DeckenfarbeErhöht Räume.
Dunkle StirnwandVerkürzt lange Räume.
GrauVerleiht Eleganz, bringt andere Farben zum Leuchten.
BraunNatürliche Farbe, schafft eine ruhige Atmosphäre, gibt ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.
GrünJe nach Farbton frisch und belebend (gelb) oder beruhigend und kühl (blau). Geeignet für Schlafzimmer oder Relaxzonen.
BlauWirkt beruhigend und zurückhaltend und ist somit perfekt fürs Schlafzimmer. Kühle Blautönen fördern die Konzentration und sind somit geeignet für Arbeitsräume.
ViolettJe nach Farbton lässt es Räume geheimnisvoll, melancholisch oder kühl wirken.
RosaVermittelt Weite und Leichtigkeit. Rutscht die Farbe ins Pink kann es einen Raum erdrücken.
RotJe nach Farbton leidenschaftlich und auffordernd oder materiell und schwer. Bei zu großen Flächen kann es auch aggressiv und bedrängend wirken.
OrangeVermittelt Dynamik und Aktivität. Wird als energiegeladen und lebensbejahend empfunden.
GelbVermittelt ein Gefühl der Leichtigkeit und Heiterkeit.
Wände streichen um die wahrgenommene Größe deines Raumes zu verändern.

Nach Wahl der richtigen Farbe geht es aber auch schon ans Eingemachte. Bevor du nun mit dem Streichen an sich beginnst, ist es wichtig, deine Arbeitsumgebung darauf vorzubereiten.

Vorbereitung zum Wände streichen

Zuerst musst du die zu streichenden Wände überprüfen. Sind Risse, Dübellöcher oder andere ungewollte Stellen vorhanden, müssen diese erst ausgebessert werden.

Profi Tipp

Bevor du die Dübellöcher mit Spachtelmasse ausfüllst unbedingt die Dübel vollständig entfernen. Am einfachsten gelingt dir das mit einem Korkenzieher. Diesen im Dübelloch ein Stück eindrehen und die Hebel vom Korkenzieher vorsichtig herunterdrücken. So lange wiederholen, bis sich der Dübel aus der Wand löst.

Außerdem solltest du darauf achten, dass an der Wand kein Staub ist, da sonst die Farbe nicht haften kann. Ist auf der zu streichenden Fläche bereits Farbe, solltest du die Haftfähigkeit mit einem Klebestreifen überprüfen. Klebt man diesen auf die Mauer und bleibt beim Entfernen etwas der Farbe daran haften, ist es empfehlenswert die Wand intensiv mit Tiefengrund zu behandeln oder sie zu tapezieren. Sind Fettspritzer an Wand, musst du diese erst mit Isoliergrund streichen, da ansonsten die Farbe nicht haften bleibt.

Vor dem Streichen solltest du nun alle Möbel und den Boden sorgfältig mit einer Folie abdecken. So kannst du dir die lästige Putzerei im Nachhinein (größtenteils) ersparen. Die Ecken und Kanten der Wand schützt du mittels Malerkrepp.

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Das Streichen

Im Raum solltest du zuerst die Decke und anschließend die Wände streichen, um Spritzer an der Wand zu vermeiden. Die gewählte Farbe muss nun mit einer breiten Holzspachtel angerührt werden. Diese sollte mindestens zwei Zentimeter breit sein, sodass die Farbe wirklich gut gemischt wird. Als Erstes kannst du nun mit einem breiten Pinsel die Ecken und Kanten streichen. Die Wände werden erst danach mit einer Walze gestrichen. Falls du eine neue Walze benutzt, solltest du diese kurz waschen um mögliche Fussel auf dieser zu entfernen. Nach dem Waschen das Wasser unbedingt gut aus der Walze ausdrücken.

Meist werden Innenräume zweimal gestrichen. Beim erstem Anstrich kann man die Farbe mit etwas Wasser vermischen, der zweite Anstrich ist in der Regel unverdünnt. Am besten ist es, wenn man in einen neuen Kübel/Eimer einen Teil der Farbe gibt. Auf diese Weise kannst du optimal mit dem Abstreifgitter arbeiten. Dieses ist wesentlich, da es hilft die Farbe gleichmäßig an der Wand aufzutragen. Jetzt ist es wichtig, dass du rasch vorankommst. Anschlussstellen dürfen noch nicht getrocknet sein, da ansonsten Streifen zu sehen sind. Das heißt, du musst immer „nass in nass“ streichen.

Profi Tipp

Bleibt dir nach der vollendeten Malerarbeit eine unverdünnte Farbe über kannst du diese luftdicht verschlossen einige Zeit aufbewahren. Wenn du die Farbe erneut brauchen solltest und sie riecht unangenehm oder lässt sich nicht mehr glatt verrühren kannst du sie jedoch nicht mehr benutzen.

So kann beim Streichen deiner Wände auch wirklich nichts mehr schief gehen – also rein in deine Arbeitsbekleidung! Du hast weitere Tipps und Tricks? Lass sie in den Kommentaren alle wissen!

Projektidee von Michaela Kröpfl

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